PROJEKT WALDKAUZ

Weihnachtsferien
 

Die Waldkäuze brüten früh im Jahr, zum Teil schon im Februar. Entsprechend mussten die Nistkästen schleunigst gebaut und aufgehängt werden. Da ich kurz vor den Weihnachtsferien mein Knie verletzte und der Wintersport demnach flach fiel, hatte ich genügend Zeit, mich meiner geplanten Matura-Arbeit zu widmen.

 

60 Holzbretter, 170 Schrauben, 42 Nägeln,10 Dachabdeckungen aus Teer, 20 Scharniere, 10 Türverschlüssen, 20 Aufhänge-Ösen, ein Kübel Öl und zwei Tage Arbeit später, waren die Nistkästen zusammengebaut und bereit zum Aufhängen.

 

Wieder im Unterland suchte ich die geeigneten Bäume aus und montierte die fertigen Baukästen mit der Hilfe zweier Bauern, die die Höhenarbeit für mich übernahmen.

Ostern

Bis Mitte März hiess es abwarten und “lauschen”. Das Heulen der Männchen und ab und zu die Schreie der Weibchen waren sowohl frühmorgens wie auch spätabends und nachts fast täglich zu hören. Ein genaues “Tagebuch” half mir, die Rufe zu katalogisieren.

Ab dem 12. März waren die Waldkäuze bedeutend seltener zu hören. Ein klares Zeichen, dass die ersten Weibchen mit der Eiablage und zu brüten begonnen haben. Entsprechend war es nun an der Zeit, die Nistkästen zu kontrollieren.

 

Ich klapperte alle zehn Nistkästen ab, aber leider leider vergebens. Kein einziger Kasten war besetzt – weder vom Waldkauz noch von einem anderen Lebewesen.

Dafür kann es viele verschiedene Gründe haben:

  1. Das Revier des Paares, das in der Nähe brütet ist grösser als erwartet. Entsprechend könnten bis zu 7 Nistkästen in diesem Revier hängen.

  2. Die Zeit vom Moment des Aufhängen bis zum Brüten war zu kurz.

  3. Die Lage der Nistkästen war/ist ungünstig gewählt.

 

Nach Rücksprache mit dem zuständigen Lehrer für meine Matur-Arbeit musste ich mich schweren Herzens gegen das Projekt “Ein zweites Revier für den Waldkauz” entscheiden.

Nach einigen Wochen der Recherche beschloss ich, mein Glück mit den Birkhühnern zu versuchen. Von Februar bis Mai war ich für mehrere Wochen in Graubünden. Ich bin um 4 Uhr morgens aufgestanden, um Birkhuhnbalzplätze zu suchen und natürlich um die Vögel zu fotografieren. Mit den gesammelten Daten möchte ich eine Balzplatzanalyse durchführen, die sich auf drei Schwerpunkte konzentriert: 

 

Wie viele Männchen balzen pro Balzplatz?

Wie lange dauern die Balzflüge?

Gibt es einen Zusammenhang mit etwaigen Störungen?

  Selbstverständlich werde ich die Nistkästen aber weiterhin beobachten und hoffe, dass sich in den kommenden Jahren ein Pärchen einnistet.

Dank

Allen Sponsoren für den Kauf von Kalendern und Postkarten

Naturschutzverein Egg für die Finanzierung der Nistkästen

Laura Hertel für das Interview im Zürcher Oberländer

Reto Cahenzli für das Organisieren und Zuschneiden des Materials

Meine Mutter für die Hilfe beim Bau und die generelle Unterstützung in allen Bereichen

Jürg Weber & Roger Porrenga für einen ganzen Tag draussen im Wald für das Aufhängen der Nistkästen

Meinen Bruder für das Zeitraffer-Video ;-)